Heute braucht es es bitz Gschpüri beim Wischen des Futtertisches. Er ist übersät mit bunten Herbstblättern.
Sie sollen auf ein Hüfeli und nicht aufs Futter gewischt werden. Niemals möchte ich unseren Freilauf- und Offenfrontstall missen, aber im alten Gebäude waren Herbstblätter weniger ein Thema, ausser das Scheunentor blieb offen. Was mir auch auffällt, ist die Trockenheit, einmal mehr. Die Bise arbeitet unermüdlich. Wo um diese Jahreszeit Tau den Futtertisch bis am Mittag feucht hält, ist er trocken. Für den Besen ist es einfacher. Er geht flott und flink über die betonierte Fläche. Am Hang, hinter der Hecke, ist kein Tautropfen zu finden. Wir warten auf Regen, schon wieder oder immer noch. Der eindrückliche Sonnenaufgang hinter der Linde von Linn lässt die trüben Gedanken verschwinden. Was für ein Privileg, dieser Exklusivblick, fern der Touristenströme. Ein weiteres Privileg oder eher ein Wunder ist wieder auf der Strohballe sitzen zu können. Den Sonntagmorgen geniessen und all seinen Geräuschen lauschen – was für ein Glück.
