Sonntag, 30. August 2026

Hür isch andersch weder färn. Es grüenet, aber die Tiere können noch nicht auf die Weide.
Nach wie vor ist Winterfütterung angesagt. Immerhin sind sie gesund und geniessen die tieferen Temperaturen. Wir auch. Den Kopf auf den Gabelspitz gestützt, betrachte ich die Herde. Man sieht, wie wohl es ihnen ist im Laufstall. Hier, wo sie sich frei bewegen können. Heute stehe ich stolz vor ihnen und freue mich über alles, was in den letzten Jahrzehnten geschaffen und erfolgreich verbessert wurde. Stolz war ich auch gestern, gestern als ich angefeindet wurde. Gestern als ich auf dieser Bühne stand und wusste: Wenn es drauf ankommt, weiss ich, dass ich von der Scholle bin. Ich weiss, dass ich es Buuremeitli bin und bin stolz darauf Bäuerin zu sein. Ich weiss, was in den letzten zwanzig Jahren geschaffen wurde und wie viel sich verbessert hat. Aber ja, Veränderungen zu sehen, braucht Zeit. Sie sehen zu wollen, braucht den Willen dazu. Und einfache Lösungen für schwierige Herausforderungen gibt es nicht. Nie.
Ich zumindest weiss, dass mein Herz für die Scholle schlägt und das, das ist gut so.

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