Ein sonniger Morgen, Glanz auf Garten und Feldern, kühle Luft.
Die Idylle trügt. Der Futtertisch ist staubtrocken. Das ist er sonst nicht, um diese Jahreszeit. Normalerweise ist der Teil, der nicht unter dem Dach ist, feucht. Ich putze die Tränketröge. Das nachfliessende Wasser ist warm. Nicht wärmer als sonst, aber es fühlt sich so an. Das behagt mir nicht, gar nicht. Und heute wird nochmals heiss. Der Regen lässt auf sich warten. Wie lange noch, frage ich mich. Es scheint, wir hätten Wüsteninseln in unserem grünen Land. Zum Beispiel bei uns. Immerhin geht es den Wüstenbewohnerinnen und -Bewohnern gut und deren Tieren auch, denke ich. Versonnen packe ich den Besen und wische den Hofplatz. Schliesslich ist Sonntag und es söll e Gattig mache.
