Welches Glück. Beim Verstellen der Weide entdecke ich ein vierblättriges Kleeblatt.
Das wird mein Fotosujet, denke ich. Sorgfältig transportiere ich es mit, darauf achtend, dass es mir nicht von den Pfählen erdrückt und zermalmt wird. Nach getaner Arbeit platziere ich es sorgfältig auf dem letzten Pfahl. Bevor ich das Handy zücke, wird es vom Wind davon getragen. Was für ein Zeichen. Da entdecke ich ein Zweites, direkt neben dem Stiefel. Neuer Anlauf, neues Glück. Als ich mich bücke, finde ich auch das erste wieder. So drapiere ich beide auf dem alten Pfahl. Schwups packt sie der Wind und weht sie fort. Ein dritter Anlauf ist nötig. Die vierblättrigen Ausreisser werden wieder gefunden. Dieses Mal halte ich sie ein bisschen fest. Manchmal ist es nötig, ein bisschen fest zu halten, dran zu glauben, nicht aufzugeben. Es ist fragil, das Glück. Schnell weg geweht. Und immer auch wieder da. Unverhofft. Schön. Energie spendend. Voller Kraft.
